Wie man einen rechtlichen Entfernungsantrag stellt: 4 Schritte
Ein erfolgreicher rechtlicher Entfernungsantrag beginnt mit der Wahl der richtigen Grundlage. Ein auf falscher Grundlage gestellter Antrag wird automatisch abgelehnt, selbst wenn eine andere Basis erfolgreich gewesen wäre.
- Die genaue Grundlage identifizieren: Verleumdung, Datenschutzverletzung, Urheberrechtsverletzung, oder das "Recht auf Vergessenwerden" — jede wird unterschiedlich eingereicht
- Beweise sammeln: zeitgestempelte Screenshots, Identitätsnachweis und Dokumentation des entstandenen Schadens
- Den richtigen Empfänger ansprechen: die Plattform (Hosting/Google), die Ursprungsseite, die Datenschutzbehörde, oder eine Kombination
- Nachverfolgen und Einspruch einlegen: ein abgelehnter Antrag kann meist mit stärkeren Beweisen erneut eingereicht werden — eine erste Ablehnung ist nicht das Ende des Weges
Was entfernt werden kann, und was nicht
Es ist wichtig, das im Vorfeld zu verstehen: Nicht alle negativen Inhalte können entfernt werden. Legitime öffentliche Inhalte, die rechtmäßig veröffentlicht wurden, bleiben in der Regel bestehen. Aber Inhalte, die eine erwiesene Verleumdung, eine Datenschutzverletzung oder einen Rechtsverstoß darstellen, haben echte Gründe für eine Entfernung.
Rechtliche Gründe für eine Entfernung

De-Indexierung und Cache-Bereinigung
Die Entfernung von Inhalten an der Quelle ist nur die halbe Arbeit. Zwischengespeicherte Kopien können weiterhin bei Google erscheinen. Wir stellen De-Indexierungsanträge und verfolgen die Cache-Bereinigung, bis die Erwähnung aus den Ergebnissen verschwindet.
Das Recht auf Vergessenwerden, die DSGVO und israelisches Recht
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs in der Rechtssache Google Spain (2014) begründete das Recht auf Vergessenwerden: Google kann verpflichtet werden, alte, irrelevante und schädigende Informationen aus den Suchergebnissen zu entfernen, selbst wenn sie rechtmäßig veröffentlicht wurden. Israel hat durch das Datenschutzgesetz und neuere Urteile ein ähnliches Prinzip angewandt. Das bedeutet, dass ein Artikel aus dem Jahr 2012, eine Bewertung aus dem Jahr 2016, oder ein Bericht über einen abgeschlossenen Fall auch ohne Verleumdungsgrundlage entfernt werden kann — allein aufgrund von Irrelevanz und anhaltendem Schaden.
Die Kosten eines rechtlichen Entfernungsantrags
Der Preis hängt von drei Faktoren ab: der Komplexität der rechtlichen Grundlage, der Anzahl der beteiligten Plattformen, und wie sehr sich der Herausgeber widersetzt. Ein einfacher Antrag mit klarer Grundlage (wie ein ohne Zustimmung veröffentlichtes Foto) kostet weniger als ein Prozess, der fortlaufende rechtliche Korrespondenz mit einer Website erfordert, die sich weigert zu kooperieren. Im ersten Beratungsgespräch schätzen wir die erwarteten Kosten basierend auf Ihrem konkreten Fall, nicht nach einem Pauschaltarif.

Zeitrahmen und Erwartungen

Rechtliche Entfernung ist ein gezieltes Werkzeug. Wenn keine ausreichende Grundlage besteht, sucht die Entfernung negativer Inhalte nach anderen Wegen, und die Unterdrückung negativer Erwähnungen neutralisiert den Schaden in der Praxis. Für spezifische Artikel siehe auch Artikel aus Google entfernen.
Häufig Gestellte Fragen
Welche Arten von Inhalten können tatsächlich entfernt werden?
Inhalte, die eine nachgewiesene Verleumdung darstellen, die Veröffentlichung persönlicher Informationen ohne Zustimmung (Doxing), Urheberrechtsverletzungen, wesentlich falsche Informationen oder Belästigung. Jeder Fall wird nach seiner konkreten Grundlage bewertet.
Wie lange dauert die Entfernung von Google?
Google bearbeitet Anträge in der Regel innerhalb von 7 bis 30 Tagen. Die Entfernung von der Ursprungsseite dauert zusätzliche Zeit. Die De-Indexierung von Google bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Inhalt an der Quelle gelöscht wurde.
Was ist der Unterschied zwischen Entfernung von Google und Entfernung von der Ursprungsseite?
Die Entfernung von Google (De-Indexierung) nimmt den Link aus den Suchergebnissen, aber die Ursprungsseite kann den Inhalt weiterhin hosten. Eine vollständige Entfernung erfordert auch die Kontaktaufnahme mit der Ursprungsseite. Wir erledigen beides.
Was passiert, wenn der Antrag abgelehnt wird?
In diesem Fall erklären wir genau, was Google abgelehnt hat und warum, und wechseln zu einer Unterdrückungsstrategie. Die meisten abgelehnten Anträge können mit stärkeren Beweisen erneut eingereicht werden.
Kann ich die Entfernung selbst beantragen?
Ja, Google erlaubt die eigenständige Einreichung. Aber falsche Formulierung, ungenaue Gründe, oder fehlende Dokumente führen zu automatischer Ablehnung. Professionelle Formulierung erhöht die Erfolgschance erheblich.
